Hoch- und Tiefpass mit Induktivitäten

Hoch- und Tiefpass mit Induktivitäten

Author: T3 Deutschland - Physik

Fach:  Physik

Schlagwörter:  Elektrizitätslehre, Elektromagnetismus

Jeder Leiter und damit auch jede Spule besitzt einen frequenzabhängigen Widerstand, den induktiven (Blind-)Widerstand XL = ωL mit ω = 2πf. Schaltet man eine Induktivität in Serie zu einem ohmschen Widerstand, so erhält man einen Spannungsteiler, bei dem das Verhältnis der Teilspannungen frequenzabhängig ist.

Jeder Leiter und damit auch jede Spule besitzt einen frequenzabhängigen Widerstand, den induktiven (Blind-)Widerstand XL = ωL mit ω = 2πf. Schaltet man eine Induktivität in Serie zu einem ohmschen Widerstand, so erhält man einen Spannungsteiler, bei dem das Verhältnis der Teilspannungen frequenzabhängig ist.
Der induktive Widerstand ist direkt proportional zur Frequenz. Die Teilspannung an der Induktivität muss also ebenfalls mit der Frequenz zunehmen. Wechselspannungen mit einer höheren Frequenz am Eingang der RL-Serienschaltung bewirken also eine höhere Teilspannung an L; sie werden bevorzugt „durchgelassen“: Hochpass.
Im umgekehrten Fall wird das Verhältnis L zu R immer ungünstiger, sodass
Wechselspannungen mit höherer Frequenz abgeschwächt werden: Tiefpass. Dieser Artikel stammt aus dem Heft "Sensorgestützte Experimente zum Elektromagnetismus" der Arbeitsgruppe  T3-Physik.